Die elektrische Ausstattung moderner Campingplätze hat sich stark verändert. Smartphone, Kamera, Kühlbox, Beleuchtung und manchmal sogar Notebook oder Kaffeemaschine gehören inzwischen zur normalen Reiseausrüstung.

Entsprechend wichtig ist eine realistische Einschätzung des eigenen Strombedarfs.

Nicht jedes Gerät läuft ständig

Für eine überschlägige Planung reicht die reine Leistungsangabe auf dem Typenschild nicht aus.

Eine Kompressor-Kühlbox arbeitet beispielsweise nicht permanent mit maximaler Leistung. Der Kompressor schaltet sich abhängig von Temperatur, Beladung und Umgebung immer wieder ein und aus.

Andere Verbraucher wie Beleuchtung benötigen dagegen über einen längeren Zeitraum relativ konstant Energie.

Energie statt nur Leistung betrachten

Für die Reiseplanung ist daher interessant, wie viel Energie innerhalb eines Tages benötigt wird.

Wer mehrere Tage unabhängig von Landstrom stehen möchte, sollte insbesondere folgende Verbraucher berücksichtigen:

  • Kühlbox oder Kühlschrank
  • Beleuchtung
  • Smartphones und Tablets
  • Kameraakkus
  • Notebook
  • Wasserpumpe
  • Wechselrichter und 230-Volt-Geräte

Gerade leistungsstarke 230-Volt-Verbraucher können den täglichen Bedarf stark erhöhen.

Solar hilft – aber nicht immer gleich viel

Solarmodule sind eine sinnvolle Ergänzung, ihre tatsächliche Leistung hängt jedoch stark von Wetter, Jahreszeit, Ausrichtung und Verschattung ab.

Wer ausschließlich mit dem theoretischen Spitzenwert seiner Solaranlage plant, wird deshalb schnell enttäuscht.

Besser ist es, die Solaranlage als Energiequelle zu betrachten, die einen Teil des täglichen Verbrauchs wieder auffüllt.

Ein Energiemonitor schafft Klarheit

Wer regelmäßig autark steht, profitiert von einer vernünftigen Batteriestandsanzeige beziehungsweise einem Batteriemonitor.

Damit lässt sich nach einigen Reisetagen relativ gut einschätzen, welche Geräte tatsächlich relevant sind und wo unnötiger Verbrauch entsteht.

Oft zeigt sich dabei, dass nicht die offensichtlichen Verbraucher das Problem darstellen, sondern viele kleine Geräte, die dauerhaft angeschlossen bleiben.